Meine persönliche Erfahrung hat mir wiederholt gezeigt, dass Hierarchie oftmals mit Struktur verwechselt wird. So priesen die von mir beobachteten Chaos-Organisationen oder Teams jeweils an, auf Hierarchien zu verzichten, verwechselten dies m.E. aber mit Struktur.
Ich erinnere mich diesbezüglich gerne an eine Case Study, die das Recruiting des ersten Alinghi-Teams und dessen Trainings-/Arbeitsmethoden zum Gegenstand hatte. Es wurde ausgesagt dass das Alinghi-Team nach dem Prinzip der Situationskompetenz funktioniert, so übernimmt im Wettkampf als auch in den Trainings und der sonstigen Arbeit jeweils die Person die Verantwortung, die in der jeweiligen Situation die fundierteste Entscheidung treffen kann. Bei der Tätigkeit des Teams handelt es sich um einen Wettkampf in dem instinktiv vertraut und manchmal schnell entschieden werden muss - in der Vorbereitung auf Teamprojekte hat man meistens ausreichend Zeit sich Gedanken über die Situationskompetenz zu machen.
Wieso brauchen also hierarchiefreie, projektorientierte Organisationen straffe Hierarchien um zu funktionieren? Vielmehr sollte doch bei jedem Projekt (inklusive der strategischen Leitung der Organisation) entschieden werden, wer die Gesamtverantwortung trägt und damit auch den Kopf für Fehler hinhält? Die Verantwortung sollte im Idealfall immer bei der Person liegen, die am meisten Erfahrung im zu bearbeitenden Bereich mitbringt.
Mein Fazit ist also folgendes: In kleineren, projektorientierten Organisationen ist die Arbeit ohne feste Hierarchien möglich. Eine transparente, eindeutige Verteilung von Verantwortungen darf aber keinesfalls fehlen.
P.S.: Sinnvoll finde ich auch das "No Bullshitting" Prinzip. Jeder spricht nur dann, wenn seine Aussage tatsächlich etwas zur Diskussion / Entscheidungsfindung beiträgt und folgerichtig ist Information grundsätzlich eine Holschuld.
P.P.S.: Ich möchte erneut die Subjektivität dieses Beitrags unterstreichen. Er soll lediglich zum Nachdenken anregen.
Montag, 23. April 2007
Freitag, 16. Februar 2007
Unternehmertum in Europa und den USA - ein Vergleich
Eine sehr interessante Aufstellung zum Thema Technologieunternehmen in den USA und in Europa, hat Andreas Göldi auf seinem Blog "Beobachtungen zur Medienkonvergenz" veröffentlicht. Die Perspektive eines europäischen Unternehmers (namics AG), der gerade eine Weiterbildung am MIT absolviert, macht die Ausführungen sehr vielschichtig und interessant.
Wenn seine Ausführungen alle vollumfängliche Gültigkeit beanspruchen können, freue ich mich auf die kommenden Jahre in der europäischen Unternehmerszene. Ich müsste mich demnach in der spannendsten Zeit seit Beginn des Unternehmertums befinden und es würde endlich möglich, die europäischen Stärken, wie Präzision und Grundlagenforschung unternehmerisch zu nutzen.
Und wie man sieht, gibt es auch in Europa viele Vorteile gegenüber den USA. Ich glaube sogar, dass die Entwicklungsrichtungen im Moment in vielerlei Hinsicht eher für Europa sprechen [...] Kreative Firmen und Geschäftsideen aus Europa (wie Skype, FON, Plazes, MySQL, Netvibes, Trolltech) inspirieren potentielle Jungunternehmer, weil sie origineller sind als das meiste, was Silicon Valley derzeit hervorbringt.
Wenn seine Ausführungen alle vollumfängliche Gültigkeit beanspruchen können, freue ich mich auf die kommenden Jahre in der europäischen Unternehmerszene. Ich müsste mich demnach in der spannendsten Zeit seit Beginn des Unternehmertums befinden und es würde endlich möglich, die europäischen Stärken, wie Präzision und Grundlagenforschung unternehmerisch zu nutzen.
Donnerstag, 15. Februar 2007
20 Geschäftsideen für Start-Ups
Wer die Motivation verspürt, ein eigenes Start-Up mit einem entsprechenden Team aufzumachen, aber bisher keine gute Idee hat, dessen Kreativität wird jetzt durch die Vorschläge einiger renommierter Persönlichkeiten angeregt:
"The 20 smartest companies to start now"
Hatte ich bereits erwähnt dass die STARTglobal Foundation gerade bis zu 30'000 CHF zinsfreies Darlehen zur Finanzierung studentischer Start-Ups vergibt? Hatte ich auch erwähnt, dass diese Start-Ups zunächst nicht mehr als eine Idee und ein Team bis zum 5. März einreichen müssen und keine fertigen Business Pläne brauchen? Falls nicht, möchte ich an dieser Stelle auf www.startglobalfoundation.org verwiesen haben.
"The 20 smartest companies to start now"
Hatte ich bereits erwähnt dass die STARTglobal Foundation gerade bis zu 30'000 CHF zinsfreies Darlehen zur Finanzierung studentischer Start-Ups vergibt? Hatte ich auch erwähnt, dass diese Start-Ups zunächst nicht mehr als eine Idee und ein Team bis zum 5. März einreichen müssen und keine fertigen Business Pläne brauchen? Falls nicht, möchte ich an dieser Stelle auf www.startglobalfoundation.org verwiesen haben.
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Sonntag, 11. Februar 2007
Einfach mal attraktiver aussehen? Kein Problem
Forscher der Universität Tel Aviv (TAU) haben eine Software entwickelt, die unabhängig von Alter und Geschlecht ein Portrait-Foto so ummodellieren kann, dass das Erscheinungsbild des Motivs als allgemein attraktiver wahrgenommen wird.
(Quelle: Emerging Technologies (ZDNET))
Ich freue mich schon auf den Vorher-Nachher-Vergleich in den Social Networks und sonstigen Communities, die sich bestimmt bald einer stark steigenden warhgenommenen Attraktivität ihrer Mitglieder erfreuen.
Ich freue mich schon auf den Vorher-Nachher-Vergleich in den Social Networks und sonstigen Communities, die sich bestimmt bald einer stark steigenden warhgenommenen Attraktivität ihrer Mitglieder erfreuen.
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Donnerstag, 8. Februar 2007
Facebook Instant Messenger - Mosoto.com
Wer sich schon immer gefragt hat, was ihm die Pflege von Freundeslisten in Facebook bringen soll, wird mit Mosoto die Antwort auf seine Frage gefunden haben. Mosoto ist ein Instant Messanging Service (ähnlich wie Skype oder MSN Messenger), der es erlaubt die Kontaktliste und Profile aus Facebook automatisch als Grundlage fürs Chatten, File-Sharing und vieles mehr zu verwenden. Ein kleines kurzes Video vermittelt erste Eindrücke von Mosoto:
(via techcrunch)
(via techcrunch)
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Montag, 5. Februar 2007
Nur Chaoten haben Ordnung im Kopf
"Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was repräsentiert dann ein leerer Schreibtisch?" (NZZ am Sonntag)
Sicherlich ist Ordnung in gewissem Masse angebracht. Insbesondere in Organisationen halte ich eine klare Struktur (nicht zu verwechseln mit Hierarchie!) und Ordnung für sinnvoll. Natürlich könnte man auch sagen, dass ein ordentlicher Schreibtisch einen Geist repräsentiert, der nur das Wesentliche beherbergt - und das strukturiert. Ich möchte aber in dem Punkt der NZZ bzw. Eric Abrahamson und David Freedman Recht geben, dass ein kleines bisschen Chaos der Kreativität förderlich ist und erstaunliche Resultate hervorbringen kann - woher sonst stammt der Stereotyp des chaotischen aber genialen Professors?
Sicherlich ist Ordnung in gewissem Masse angebracht. Insbesondere in Organisationen halte ich eine klare Struktur (nicht zu verwechseln mit Hierarchie!) und Ordnung für sinnvoll. Natürlich könnte man auch sagen, dass ein ordentlicher Schreibtisch einen Geist repräsentiert, der nur das Wesentliche beherbergt - und das strukturiert. Ich möchte aber in dem Punkt der NZZ bzw. Eric Abrahamson und David Freedman Recht geben, dass ein kleines bisschen Chaos der Kreativität förderlich ist und erstaunliche Resultate hervorbringen kann - woher sonst stammt der Stereotyp des chaotischen aber genialen Professors?
Samstag, 3. Februar 2007
Schein-Forschung in der Pharmaindustrie
Sollte sich auch nur ein Teil der Aussagen in diesem Artikel bewahrheiten, würde ich zukünftig jeden Arzt nach dem genauen Grund fragen, warum er mir ein Medikament verordnet. In dem Artikel wird behauptet, dass so genannte "Beobachtungsstudien" durchgeführt werden, bei denen Ärzte ein Honorar für die Beobachtung der Patienten erhalten, denen sie ein bestimmtes Medikament verordnet haben. Gemäss den Angaben von Stern soll vielen Studien jeder wissenschaftliche Hintergrund fehlen, wobei mich die im Artikel aufgeführten Argumente noch nicht wirklich überzeugen. Grundsätzlich hört sich das aber nach richtig böser Abzocke an.
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